Was ist ASTRA?

ASTRA wurde 2021 gegründet – mitten im Lockdown, von einer Gruppe Studierender, denen die praktische Erfahrung im Studium fehlte. Mit dem langfristigen Ziel vor Augen, eine studentische Rakete zu entwickeln, die die Kármán-Linie erreichen kann, lag von Anfang an einiges an Arbeit vor uns. Unser erstes großes Projekt war und ist Projekt Kármán – bzw.Transcendence, wie die Rakete selbst heißt.

Zu Beginn entwarfen und bauten wir einen Prototyp für Transcendence, um an der European Rocketry Competition (EuRoC) in Portugal teilzunehmen. Obwohl wir als Teilnehmer zugelassen wurden und mit KARMA erfolgreich unsere erste Rakete bauten, erhielten wir aufgrund technischer Probleme keine Starterlaubnis. Die Rakete wurde daraufhin überarbeitet – zunächst unter dem Namen KARMA 2.0, bis daraus schließlich das Projekt Phoenix entstand, das ASTRAs ersten vollwertigen Flug einer Hybridrakete markierte.

Wir verfolgen weiterhin unsere Mission, eine Hybridrakete zu entwickeln, die die Kármán-Linie erreicht – mit dem geplanten Start von Transcendence für 2027 sind wir motivierter denn je.

Unser Ziel ist es, Studierenden aller Fachrichtungen die Möglichkeit zu bieten, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln, an echten Projekten mitzuarbeiten, sich zu koordinieren und einen Einblick in die Welt der Luft- und Raumfahrt zu bekommen.

ASTRA Historie

Mai, 2025

Um erste Verifizierungsdaten für das Avionik- und Bergungssystem von Transcendence zu gewinnen, entwickelten und starteten wir am 18. Mai 2025 in Bremen unsere allererste Feststoffrakete: „Ascendence“.

Die bei diesem Start gewonnenen Daten lieferten wichtige Erkenntnisse, die wir nun nutzen, um unsere Systeme zu optimieren und die Risiken für das gesamte Transcendence-Projekt zu minimieren.

Danke an “NextGen Space Education gUG” für das Ermöglichen der Startmöglichkeiten in der Nähe zu Bremen. Sie wollen mehr über die Start-Services wissen, besuchen Sie folgende Website: https://nextgenspaceeducation.de/launch

Ascendance, montiert auf einer aufgerichteten Startrampe in der Nähe eines kleinen Flughafens.

Ascendence - ASTRA's erste Feststoffmotor Rakete

April, 2025

Nach vier Jahren der Arbeit in einem einzelnen Apartment verlagern wir unsere Tätigkeit nun endlich in eine 250 m² große Arbeitsumgebung – finanziert durch den Vorstand von ASTRA.

Seitdem haben sich Qualität und Nachhaltigkeit unserer Arbeit enorm verbessert, und wir haben endlich einen Ort, an dem sich alle „ASTRAnauten“ aufhalten und – je nach zeitlicher Verfügbarkeit – an Projekten arbeiten können.

Leere Werkstatt mit weißen Betonwänden und -decken.

ASTRA mietet die erste Werkstatt

November, 2024

Nur zwei Wochen nach unserem Start von “Phoenix” waren wir erneut auf der Space Tech Expo in Bremen vertreten, um uns mit anderen studentischen Gruppen, Raumfahrtunternehmen und Fachleuten zu vernetzen. Wir freuen uns immer, Teil dieser großartigen Gelegenheit zu sein, bei der Raumfahrtbegeisterte und Fachwissen zusammenkommen.

Space Tech 2024

Space Tech Expo 2024

November, 2024

Wir hatten unseren ersten erfolgreichen Raketenstart! Wir haben das Projekt Phoenix fertiggestellt und bei FAR in Kalifornien (USA) gestartet. Dabei erreichten wir eine Höhe von 1,5 km und einen maximalen Schub von 3,5 kN. Aufgrund von Problemen beim Transport eines Teils der Fracht, dass das Bodensystem und die Raketenflügel enthielt, konnten wir den Start nicht wie geplant durchführen. Dennoch waren wir sehr glücklich und stolz, Phoenix fliegen zu sehen.

Gruppenfoto neben Phoenix auf dem Startgelände

Jungfernflug von Phoenix

Oktober, 2024

Gemeinsam mit dem Starthaus Bremen & Bremerhaven haben wir unser viertes Networking-Event organisiert. Je tiefer wir in die Bremer Raumfahrt-Community eintauchen, desto deutlicher wird uns, wie wichtig es für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist, unterschiedliche berufliche Hintergründe zu vernetzen und verschiedene Perspektiven einzubeziehen. Deshalb haben wir genau dieses Thema in den Mittelpunkt unserer Veranstaltung gestellt: Welche Schnittstellen werden in der Luft- und Raumfahrtindustrie benötigt – und welche sind bereits vorhanden?

DFKI Event 2024

Starthaus Event: Schnittstellen der Luft- und Raumfahrtindustrie

September, 2024

Im Vorfeld unseres ersten Starts mussten wir alle Teilsysteme montieren und die einzelnen Komponenten zu einer einzigen, großen Rakete integrieren. Nach einigen Durchläufen beschlossen wir, einen dieser Montagevorgänge als öffentliche Veranstaltung durchzuführen. Dies bot uns die Gelegenheit, mit der Bremer Community in Kontakt zu treten, unsere Arbeit zu präsentieren und zu erläutern sowie andere für die Faszination der Raumfahrt zu begeistern.

Gruppenfoto der öffentlichen Montage

Öffentliche Montage von Phoenix in der Bremen Innenstadt

Juli, 2024

Während wir mit der Entwicklung und Erprobung fortfuhren, führten wir das kritische Design Review (Zu Englisch „Critical Design Review“ (CDR)) für Phoenix durch. Jedes Teilsystem wurde in einer eigenen Sitzung behandelt, und im Verlauf einer langen Woche voller Diskussion erörterten wir alle Aspekte im Detail. Wir freuten uns sehr, technische Experten mit unterschiedlichen Hintergründen begrüßen zu dürfen, die unser CDR mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung unterstützten.

Phoenix CDR

Phoenix Kritisches Design Review (CDR)

Mai, 2024

Für Phoenix führten wir einen Antriebstest beim DLR Lampoldshausen durch. Es war bereits unser dritter Test in Lampoldshausen. Unser Team hatte eine Routine entwickelt und konnte daher sieben Tests in vier Tagen absolvieren. Insgesamt verliefen die Tests sehr erfolgreich: Wir erzielten einen Spitzenschub von über 8 kN und erfüllten alle Systemanforderungen.

Phoenix Antriebstest Gruppenfoto

Phoenix Antriebstestkampagne

April, 2024

Als Verein mit Zweck zur Förderung von “Wissenschaft und Forschung” sind wir stets bestrebt, Schülern und Studierenden zu ermöglichen, in verschiedensten Bereichen zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Daher ist es von großer Bedeutung, zu wissen und zu verstehen, welche Kompetenzen wir fördern wollen und wie wir dies erreichen können. Um dieses Thema zu vertiefen, haben wir in Zusammenarbeit mit Starthaus Bremen & Bremerhaven unsere dritte Networking-Veranstaltung unter dem Titel „Wie man Raumfahrtkompetenzen stärkt“ durchgeführt.

Starthaus Event Gruppenfoto

Starthaus Event: Wie sich Raumfahrtkompetenzen stärken lassen

April, 2024

Im Vorfeld des Starts von Phoenix ist es wichtig zu überprüfen, ob die Fallschirme den enormen Belastungen beim Abstieg und der Abbremsung der Rakete auf ihrem Rückweg zum Boden standhalten können. Um dies sicherzustellen, haben wir unser Bergungssystem im Windkanal in Delft getestet. Dabei kamen beide Fallschirme zum Einsatz: der Bremsschirm bei einer Geschwindigkeit von 25 m/s und der Hauptfallschirm bei 15 m/s. Unser System hat funktioniert – beide Fallschirme entfalteten sich erfolgreich und halten den Windgeschwindigkeiten stand.

Testen unserer Fallschirme in einem Windkanal

Dezember, 2023

Auf der diesjährigen Space Tech Expo präsentieren wir unsere fertig montierte Rakete. Auch wenn sie nicht abgehoben ist, eignet sie sich hervorragend als Ausstellungsstück, anhand dessen wir die diesjährigen Fortschritte sowie unsere Pläne für die Zukunft erläutern können. Natürlich nutzen wir die Gelegenheit auch, um uns mit Industriepartnern zu vernetzen und dem Bremer Bürgermeister unsere Arbeit vorzustellen!

Spacetech 2023 Gruppenfoto

Wir nehmen zum dritten Mal an der Space Tech Expo teil.

Oktober, 2023

Um im Gedächtnis zu bleiben, ist es entscheidend, regelmäßig an unsere Arbeit zu erinnern. Daher organisieren wir im Oktober gemeinsam mit DHI und Starthaus unsere zweite Networking-Veranstaltung. Diesmal steht das Thema Nachhaltigkeit in der Luft- und Raumfahrtbranche im Mittelpunkt. Wir diskutieren darüber mit wichtigen Vertretern aus Wissenschaft und Industrie und bringen erneut die Bremer Raumfahrt-Community zusammen, um ein bedeutendes Thema zu erörtern.

Starthaus 2023 Gruppenfoto

Wir veranstalten gemeinsam mit Starthaus Bremen das zweite Networking-Event im DHI.

Oktober, 2023

Der Moment ist gekommen: Die EuRoC 2023 bietet uns die erste echte Gelegenheit, den Start unserer Rakete „Karma“ zu erleben. Leider weist die Rakete aufgrund der knappen Zeit der letzten Wochen noch einige Probleme auf, die wir vor Ort nicht beheben können. Aus diesem Grund – und wegen einiger unerwarteter Bedenken seitens der EuRoC-Verantwortlichen – erhalten wir keine Startfreigabe. Doch das ist keineswegs das Ende: Wir haben viel gelernt und werden beim nächsten Mal versuchen, es besser zu machen!

EuRoC 2023 Gruppenfoto

Wir nehmen zum ersten Mal mit unserer Rakete Karma an der EuRoC teil.

Juli, 2023

Bei EuRoC hängt der Erfolg unseres Projekts maßgeblich von der Leistung unseres Raketentriebwerks ab. Um sicherzustellen, dass alle Anforderungen erfüllt sind, wurde ein Team unserer engagiertesten Mitglieder nach Lampoldshausen entsandt, um eine Reihe von Tests am Triebwerk durchzuführen. Das Hauptziel dieser Tests ist eine zehnsekündige Brenndauer, die den für den Abflug erforderlichen Schub erzeugt.

Karma hotfire

Wir führen unseren ersten Antriebstest durch.

Mai, 2023

In der Zwischenzeit haben wir bei der Konstruktion große Fortschritte erzielt. Unser Fallschirm war weitgehend fertiggestellt und konnte getestet werden. Dies geschieht im Rahmen eines Windkanaltests. Dabei wird der Fallschirm – vereinfacht ausgedrückt – in einen Tunnel mit 3 Metern Durchmesser eingebracht und bei sehr starkem, simuliertem Wind auf seine Tauglichkeit geprüft.

Windtunnel Test Gruppenfoto

Unser Fallschirm besteht den ersten Windkanaltest.

März, 2023

Wir wollten mehr Möglichkeiten für den Austausch zu Themen der Luft- und Raumfahrt schaffen. Es wurde ein Ort benötigt, an dem Wissenschaft, Wirtschaft und Studierende zusammenkommen und sich austauschen konnten. Gemeinsam mit dem Starthaus Bremen & Bremerhaven und dem DHI (Digital Hub Industry) organisierten wir eine Veranstaltung zum Thema „New Space“.

Starthaus Gruppenfoto 2023

Wir organisieren die erste Networking-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Starthaus Bremen.

Dezember, 2022

Beim Falltest wird überprüft, ob der Fallschirmbehälter und die Mechanik funktionieren und ob sich die Fallschirme ordnungsgemäß in der richtigen Höhe entfalten. Zu diesem Zweck wird der Nasenkegel aus einer Höhe von etwa 600 Metern von einem Flugzeug abgeworfen. Unser Drogue-Fallschirm entfaltete sich problemlos. Der Hauptfallschirm wurde ausgeworfen, verhedderte sich jedoch leider in den Schnüren und löste sich nicht richtig. Wir arbeiten an einem besseren Faltsystem.

Falltest Gruppenfoto

Wir führen den ersten Falltest im Süden Deutschlands durch.

November, 2022

Im November freuten wir uns sehr, erneut auf der Space Tech Expo vertreten zu sein. Wir konnten unsere Fortschritte präsentieren und gleichzeitig wieder viele neue Inspirationen und Ideen sammeln. Zudem bietet die Messe zahlreiche Gelegenheiten zum Networking und zum Austausch mit anderen.

Space tech 2022 Gruppenfoto

Dies ist das zweite Mal, dass wir auf der Space Tech Expo ausstellen.

Juni, 2022

Das Planen und Berechnen hat uns viel Spaß gemacht. Dennoch ist klar: Wir sind vor allem hier, um zu bauen. In Phase B konnten wir endlich mit dem Bau der Rakete beginnen. Materialien wurden bestellt, Berechnungen angepasst und die Konstruktion immer wieder überarbeitet. Wir lernten, mit Glasfaser umzugehen, Fallschirme zu falten und Wetterdaten in Steuerungssysteme zu integrieren.

Herstellung Arbeitsphase

Dann können wir endlich mit dem ersten Herstellung beginnen.

Mai, 2022

Anschließend übermittelten wir alle Entwürfe und Pläne für mehrfache Überprüfungen an das DLR. Dabei verfasst jedes technische Team einen eigenen Bericht. Das DLR prüft diese Unterlagen und gibt Kommentare oder Verbesserungsvorschläge ab.

Nach Abschluss dieses Prozesses konnten wir mit Phase B beginnen.

Wir reichen unsere vorläufige Entwurfsprüfung (PDR) beim DLR ein.

März, 2022

Alle technischen Projekte lassen sich in verschiedene Phasen unterteilen. Ganz gleich, was man später baut – alle Ideen beginnen wahrscheinlich auf die gleiche Weise: mit der Planung. In Phase A unseres Projekts entwarfen wir die Struktur der Rakete, berechneten die Abmessungen und suchten nach geeigneten Materialien. Das gesamte Konzept der Rakete musste festgelegt und überprüft werden, bevor wir mit dem Bau beginnen konnten.

Gruppenfoto 2021

Als erster großer Schritt ist viel Planung erforderlich.

Dezember, 2021

Um beim Raketenbau wirklich zielgerichtet arbeiten zu können, ist es in Deutschland sinnvoll, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Dies verschafft uns Rechtssicherheit sowie Möglichkeiten zur Finanzierung, für Sponsoring und es macht unsere Idee greifbarer.

Für diesen Schritt war viel Bürokratie erforderlich. Doch im Dezember war es offiziell: ASTRA ist ein Verein.

Wir gründen ASTRA offiziell als Verein.

November, 2021

Als kleines Team benötigten wir viele Ideen, Unterstützung und begeisterte Studierende aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt. All das fanden wir auf der Space Tech Expo. Wir hatten die Gelegenheit, uns mit zahlreichen Unternehmen und Ingenieuren der Luft- und Raumfahrtbranche auszutauschen. Gleichzeitig konnten wir uns erstmals vorstellen und unsere Vision präsentieren.

Spacetech 2021 Gruppenfoto

Wir stellen erstmals auf der Space Tech Expo aus.

Juli, 2021

Die ursprüngliche Idee für ASTRA e.V. stammte von einem Studenten aus unserem Team. Er absolvierte ein Masterstudium im Bereich Raumfahrttechnik und vermisste dabei den Praxisbezug. Daher gründete er eine Gruppe mit dem Ziel, eine Rakete zu bauen. Um das Projekt für Raumfahrtbegeisterte attraktiv zu machen, legte er fest, dass die Rakete die Kármán-Linie (100 km über dem Meeresspiegel) erreichen sollte.

Die Gründung von ASTRA

Die Idee zu ASTRA ist geboren.

per audaciam ad astra

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